RECORD INFO "AT TWO O'CLOCK"
Adjudgement is back... with a bang! After their first album on We Bite and the short trip to Vacation House more than two years ago, Adjudgement have come to life again. In order to write new songs, the band has rejected all live engagements in the first half of 2003 and worked exclusively on the new material. After another change of labels, the band is now on PCS Records, their friends in Leipzig. There must be something in the alleged traditional city partnership beween Hannover and Leipzig, after all...
The third album is called "AT TWO O'CLOCK", no album title without a story behind: mid-July, Adjudgement were supposed to show up at 2.00 pm sharp at Rekorder Studio Hamburg, which, however, had burned down just shortly before, making recording of the material absolutely impossible. Fortunately, the band found a suitable alternative in the Tank! Studios, and was able to mix the record later in the restored Rekorder Studio. All these inconveniences, though, were no obstacles for the band to produce its best album so far.
With "AT TWO O'CLOCK", Adjudgement don't just continue where the genius "Hedonistic Movement" 7inch stopped, but show that they can get even better. The record is another proof that progress doesn't necessarily mean sell-out of musical roots. Adjudgement deliver phat and dynamic hardcore without pigeonholing, but with a double dose of lyrical content.
Said lyrics deal with, for instance, the daily abuse of children, with the daily war that shouldn't be forgotten, with medial influence and its effects, with the rivaling hardcore scene, and with the people who slip off the ever faster rotating earth.
The CD is released on PCS Records. The distribution is not 100% clarified yet, but will be announced as soon as possible.
REVIEW "At two o'clock" CD - 12/2003 - Jan Jaedike/RockHard Magazin #199
Die Hardcore-Truppe ADJUDGEMENT hat in den letzten zehn Jahren bewusst darauf verzichtet, sich in eine der zahlreichen Unterschubladen des Genres packen zu lassen, und bezeichnet sich Konsequent als „No-School-Hardcore mit Herz und Botschaft“. In dieser Definition findet sich alles, was man wissen muss. Die Hannoveraner klingen modern, ohne sich bei Emo, Screamo, Noise oder Metalcore anzubiedern. Die Wurzeln ihres Sounds stecken im Neunziger-Hardcore, werden allerdings mit einer zeitlosen Frische veredelt. Der Schreigesang passt auch 2003 bestens in die Szene, und textlich verbindet man Persönliches und politische Anliegen. Die Produktion geht absolut in Ordnung, und mit dem House-Of-Pain/Helmet-Cover ‚Just Another Victim’ beweist man Mut und legt eine echte Hammerversion vor. Nach dem unausgerorenen letzten Album „Information Fallen To Rock Bottom“ sind ADJUDGEMENT mit „At Two O’Clock“ zurück in der ersten Liga der deutschen Hardcore-Acts. 7,5
REVIEW "At two o'clock" CD - 11/2003 - Tanja/www.pitfire.de
"Overloaded with the way things are the way the world is going on today, my mind is stunned so deep, feel that I can not breathe, filled with loneliness and agony, wish to be in my own dreams..."
Unglaublich mit welcher Energie und Durchschlagskraft sich ADJUDGEMENT zurückmelden! Die Band aus Hannover ist eine der ältesten aktiven Hardcorebands in Deutschland, die seit genau 10 Jahren ihren Weg geradlinig geht und sich glücklicherweise auch nicht davon abbringen lässt.
Back-to-the-roots gehen ADJUDGEMENT insofern, als dass sie sich für den Hardcore der frühen 90er Jahre entschieden haben, wobei Weiterentwicklung aber keinesfalls ein Fremdwort in ihrem Jargon darstellt. Und darauf ist es bestimmt auch zurückzuführen, dass sie mit ihrem dritten Album "At two o'clock" nochmals einen gewaltigen Schritt nach vorne machen und ihr bisheriges Repertoire erneut vergrössern. Lyrisch handeln sie Kindermissbrauch, Kriegstreiben, Medienverseuchung und Rivalitäten innerhalb der eigenen Szene ab, was deutlich zeigt, dass ihre Texte nicht nur Beiwerk sind, sondern zutiefst ernstgemeinte sozialkritische Äusserungen und individuelle Eindrücke enthalten.
Soundtechnisch sind ADJUDGEMENT druckvoller denn je und schmettern einem mit jedem ihrer 13 Songs kompromisslos und böse gebrüllte Hardcorehymnen um die Öhrchen. Covern tun sie hierbei zwei Songs, nämlich "Just another victim" von HELMET/ HOUSE OF PAIN und "Safe" von PIERCE YOUR DOG.
Drei der fünf Bandmitglieder haben übrigens den gleichen Nachnamen, weil sie alle verwandt sind (wie könnte es anderes sein). Marc und Ruven Brodowski sind Brüder und Wilko Brodowski ist ihr Cousin. Auch zum Titel des Album gibt es noch was zum Erzählen, nämlich dass das Studio, in welchem sie diesen Silberling hätten um zwei Uhr nachmittags aufnehmen sollen, kurz vorher abgebrannt ist. Glücklicherweise konnte die Band dann aber kurzfristig in die Tank!-Studios ausweichen.
FAZIT: Das mit Abstand beste und nachhaltigste Album der Band aus Hannover, das man auf keinen Fall verpassen sollte!!! DESIRES LOOK LIKE A GRIMACE!!!
REVIEW "At two o'clock" CD - 11/2003 - Johannes/www.fomp.de
Wie festgeklebt hat sich diese CD auf meinen Schreibtisch gehalten und fordert seit Wochen schon ein Urteil von mir. Die Fakten liegen auf der Hand: Drittes Album, moderner Hardcore und guter Sound, dennoch tue ich mich schwer mit einer Beschreibung von „At 2 o’clock“, dem neuen Album der Hannoveraner von Adjudgement. Denn am Anfang war ich skeptisch, was das Geschreie soll, mit wem man sie vergleichen kann und ob es nicht schon genug anprangernde New School-Hardcore-Bands gibt. Inzwischen aber muss ich meine Meinung revidieren und bin angehalten, die Melodien zu loben, das Geschrei erlösend und die Gitarrenspuren für treibend zu halten. Adjudgement sind wütend, den Bauch voller kalter Wut machen sie ihre Musik; was ihnen unter den Nägeln brennt, brennen sie in großen Zeichen an die Wand, schreien sie hinaus. Auf Selbstdarstellung gänzlich verzichtend überbringen sie schlechte Botschaften, auch wenn sie wehtun: "All what you say is a fucking lie" sagen sie mir und ich hoffe, sie haben nicht recht, genauso wie ich wünschte, dass ihre Selbsterkenntnis "I am not free" nicht der Wahrheit entspricht. Vielleicht ist das der Grund warum ich so lange brauchte, um zu sagen: Gute Band, ehrlich!
REVIEW "At two o'clock" CD - 11/2003 - tito/www.wasteofmind.de
Die Hannoveraner von Adjudgement können in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Bestehen feiern und legen zum Jubiläum mit "At Two O'Clock" dann auch gleich ihr drittes Album vor. Und während mich die letzte Platte nicht so wirklich vom Hocker reißen konnte präsentiert man sich hier deutlich druckvoller und überzeugender. Die Songs wirken kompakter, mitreißender und besser durchdacht - der Old-School-Sound, der als Grundlage dient, wird mit ein paar Metal-Momenten und einer Handvoll melodischen Elementen garniert und erinnert so in seinen guten Momenten immer mal wieder an die großartigen Raised Fist, vor allem auch auf Grund der hektischen, hellen Stimme des Shouters. Definitiv eine Steigerung zu den früheren Veröffentlichungen!
REVIEW "At two o'clock" CD - 11/2003 - rp/www.moloko-plus.de
Was denn nun um 'two o'clock' passiert ist, verrät der Beipackzettel: zu dieser Uhrzeit hatte die Band einen Termin im Rekorder-Studio in Hamburg, doch mit heißen Hardcore Songs einspielen wurde es nichts, das Studio brannte kurz vorher aus. Pech, aber ein anderes Studio hatte noch Kapazitäten und Manpower frei und so wurde kurzerhand dort diese Scheibe eingespielt. Zu Adjudgement braucht man wohl nichts mehr zu sagen, die Band gibt es seit zehn Jahren und hat neben etlichen Samplerbeiträgen auch 2002 ihre ersten Full-length CD veröffentlicht. Doch ehrlich gesagt konnte ich noch nie allzuviel mit der Band anfangen und auch die neue CD haut mich nicht gerade vom Hocker. Solider Hardcore, ohne Ecken und Kanten und ziemlich old-school lastig. Sehr straight, manchmal wird das Tempo gedrosselt und natürlich auch ein wenig gemosht. Die Masse an Bands die ähnliche Musik spielen ist riesig und leider gehen Adjudgement darin unter. Etwas mehr Experiemente und Eigenständigkeit wären nicht schlecht gewesen. Mittelmass.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Holger/www.coreground.de
Adjudgement aus Hannover legen derzeit ein neues Album vor, für dessen Erstellung extra alle Live Gigs der ersten Jahreshälfte abgesagt wurden. Zwei Jahre lang war von den Niedersachsen nichts zu hören, nun kommt At Two O`Clock bei PCS in Leipzig raus. Der Titel beschreibt die kleine Geschichte, die den Jungs widerfahren ist, als sie die Aufnahmen zum Album beginnen wollten. Zwei Uhr war der Termin, aber kurz vorher brannte das Studio aus, was die Jungs aber nicht daran hinderte, das Album zu produzieren. Herausgekommen ist laut Aussagen des Labels ihr bisher bestes Album. Dazu kann ich leider nicht viel sagen, denn ich kenne ihre Vorgängeralben nicht. Über die angepriesene musikalische Weiterentwicklung möchte ich mir daher auch kein Urteil erlauben, vielleicht findet sich ja ein besserer Kenner der Band, der zu diesen Aussagen etwas beisteuern kann.
Aus musikalischer Sicht ist die Scheibe deutlich New School und vom Sound der frühen 90er Jahre beeinflusst. Ein Vergleich mit anderen Bands fällt allerdings schwer, denn Adjudgement haben ihren ganz eigenen Stil. Manchmal durchaus schnell, größtenteils sehr emotional und im gesamten Verlauf sehr klanggewaltig. Abwechslung scheint darüber hinaus in Hannover kein Fremdwort zu sein. Die kreischende und in der Angepisstheit ein wenig an American Nightmare erinnernde Stimme des Sängers fügt sich sehr gut in die dynamische Musik von Adjudgement ein.
Texte sind nicht nur Füllwerk, sondern stehen an erster Stelle. Es werden sehr viele Themen kritisch beleuchtet. Themen sind zum Beispiel der Missbrauch von Kindern, die Kriege, die mehr und mehr aus unserem Fokus der Aufmerksamkeit entschwinden, die Wirkung und Folgen der Mediatisierung, die Rivalitäten innerhalb der Hardcoreszene und das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht.
Sicherlich ein Album, das seine Fans finden wird. Mir persönlich gefällt zwar der Musikstil nicht ganz so, aber ich kann mich durchaus für gewisse Lieder auf der Scheibe erwärmen. Und das darf aus meinem Old School Mund ruhig als Kompliment verstanden werden.
REVIEW "At two o'clock" CD - 11/2003 - Schädelspalter Magazin
Gebt dem Mann ‘nen Beruhigungstee! Zugegeben: Wer sich in seinen Songs mit Krieg, Kindesmissbrauch und medialer Steuerung auseinandersetzt, kann durchaus schon mal aufbrausen. Was allerdings Marc Brodowski auf dem dritten Adjudgement-Album „At Two O’Clock“ mit seinen Stimmbändern anstellt, geht eigentlich auf keine Kuhkehle. Ohne Rücksicht auf Verluste, hart und enorm druckvoll angetrieben von zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Janick/www.music-scan.de
Die Jungs von ADJUDGEMENT feiern in diesen Tagen ihr 10 jähriges Bandbestehen. Gegründet wurde die Band von den Brüdern Marc und Ruven Brodowski, ihrem Cousin Wiko Brodowski und Markus Henke. Die Truppe blieb konstant zusammen bis auf den Einstieg von Tim Duesing an der zweiten Gitarre (4 Jahre nach der Badngründung) war das Line-up über die Jahre hinweg konstant. Adjudgement gehen mit Herz zur Sache und melden sich mit ihrem dritten Longplayer zurück. Die Hannoveraner zocken Hardcore der neuen Schule mit Schreigesang. Dabei merkt man den Jungs die Abgeklärtheit und Routine im positiven Sinne an. Textlich wird hier breitgefächert zu Werke gegangen. Da geht es sowohl um persönliche, alltägliche oder sozialkritische Themen. Der Albumtitel wurde bewußt gewählt, denn um 2 Uhr Nachmittags sollten die Jungs im Sudio einrücken, doch dieses brannte kurz vorher aus. Zum Schluß ihrer Scheibe zocken sie ein Cover von "Just Another Victim" von House Of Pain und Helmet vom legendären Judgement Night OST. Dabei können sie nicht wirklich überzeugen und kommen bei weitem nicht an das Original heran, doch zugegeben es lockert die Scheibe zum Abschluß auf. Geboten wird auf "At Two O'Clock" solider HC nicht mehr und nicht weniger. www.adjudgement.de
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Niklas Bent/www.bumbanet.de
Seit 1993 beackern Adjudgement aus Hannover jetzt unentwegt die deutsche Hardcore Szene, nach einem Ausflug zu Vacation House Records folgt jetzt zum 10-Jährigen das dritte Album des Quintetts. Auffallend am neuen Werk ist der extrem scharfe Sound, vielleicht nicht jedermanns Sache, ansonsten bleibt aber alles beim Alten. So bleiben Adjudgement auch ihrem Motto No School treu und bringen Texte über Krieg, Medien, Hardcoreszene und Kindesmissbrauch.
Dabei ist auf dem Album mit seinen 13 Tracks auch Platz für Breaks, wie das relaxte "..." Intermezzo. Abwechslung wird hier groß geschrieben, so gibt es schleppende sechs Minuten Nummern wie auch genau das Gegenteil, punkige Hardcore Tracks in zwei Minuten, so "War Is A Market". Ajudgement haben hier eine solide halbe Stunde abgeliefert, die zeigt, dass man auch in Zukunft noch mit der Band rechnen kann, darf und will. Wertung 7/10.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Thomas/www.handlemedown.de
Eine zutiefst respektable Dekade besteht das deutsche Hardcore-Urgestein ADJUDGEMENT nun schon in der hiesigen Szene wie der Fels in der sprichwörtlichen Brandung, während Woge um Woge kurzlebiger Trends an ihnen vorübergleiten und letzten Endes an den Klippen stetig wechselnder Marktorientierung zu zerschellen scheinen. Entsprechend unbeeindruckt vom Wandel der Zeit steht dieser Tage mit "At Two O´Clock" Album Nummer drei in den Startlöchern, um den bandeigenen Individualismus und die damit verbundene Spielfreude neuerliche Höhen erklimmen zu lassen. In der ersten Jahreshälfte 2003 haben ADJUDGEMENT sämtliche Auftrittsmöglichkeiten ausgeschlagen, um sich vollkommen neuerlichem Songmaterial widmen zu können; ein Umstand, der "At Two O`Clock" in jeder Sekunde anhaftet und angenehm frischen Wind in eingefahrene Genrestandards bläst. Denn die fünf Hannoveraner erwehren sich Einordnungsversuchen nach Leibeskräften und krönen diese bemerkenswerte Attitüde mit den 13 auf "At Two O`Clock" enthaltenen Songs. Denn das vorgelegte Liedgut ist in erster Linie eigensinnig, dabei enorm abwechslungsreich und überraschend eingängig, wütend herausgeschriener Vocals zum Trotze durchzieht eine fesselnde, emotionsbeladene Melodik die Stücke des ambitionierten Longplayers, welcher auch im Hinblick auf inhaltlich aufgezeigte Standpunkte problemlos zu bestehen und stetig zu überzeugen weiß. Darüber hinaus punktet "At Two O`Clock" nicht zuletzt auch durch die fette, sehr druckvolle Produktion und das nett aufbereitete Artwork. ADJUDGEMENT vergleichend einzuordnen fällt in diesem Zusammenhang jedoch sichtlich schwer, weist die Band doch lediglich rudimentär vorhandene Parallelen zu anderen Formationen auf. Der enervierende Gesang, wie auch die kompromisslos nach vorn treibende Strukturierung der Songs erinnert an RAISED FIST, manch verschachtelte Passage oder das regennasse "Tongue Tied"-Intro entfernt an STAND STILL, obgleich das Quintett ihre ganz eigene Nische im Kellergewölbe des HC gefunden und ausgebaut hat. So ist ADJUDGEMENTS dritter Streich ein herausragender Wurf, einnehmend und fordernd. Die Spielzeit der Stücke gereift dabei von 57 Sekunden ("Scream Inwards") bis hin zu 6 1/2 Minuten ("Safe"), obwohl angenehm kurzweilige Zweiminüter das Gesamtbild eingehend positiv prägen. Aus dem Rahmen fällt letztlich einzig die passable Wiederverwertung des "Judgement Night"-Soundtrackklassikers "Just Another Victim" von HELMET in Zusammenarbeit mit HOUSE OF PAIN. Bleibt demnach nur zu hoffen, dass ADJUDGEMENT mit "At Two O`Clock" der Beachtungsrahmen überrollt, der diesem ausgezeichneten Gesamtwerk und seinen Verfechtern auch gebührt!
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - André Bromberger/www.rockszene.de
Professionellen Hardcore gibt es auf der neuen CD “At two o´clock“ von Adjudgement zu hören.Der Fünfer aus Hannover hat ein Album abgeliefert, auf dem sich eigentlich kein einziger Ausfall befindet.
Die 13 Songs sind aggressiv, grooven, gehen nach vorne und überschreiten selten die zwei Minuten-Grenze, kommen also schnell auf den Punkt. Es wird aber auch mal geschickt das Tempo runtergeschraubt, so dass keine Langeweile aufkommt.
Der monotone Gesang erinnert manchmal an Refused und haut einem so richtig die Worte um die Ohren.
Interessant dabei auch die direkten und politischen Texte, die aber niemals belehrend klingen, sondern zeitgemäß und nachdenklich, unterstützt durch die kritischen Fotos im Booklet, die in der Hannoveraner „Unterwelt“ aufgenommen wurden.
Erwähnenswert ist noch die Coverversion von „Just another victim“ (Helmet/House Of Pain), die zwar musikalisch sehr nah am Original ist, aber einem Szeneklassiker der Neunziger Tribut zollt.
Sollte man als (hannoverscher) Hardcorefan unbedingt haben!
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Robert/www.mainstage.de
Was erwartet man von einer Band, die kurz vor Aufnahmen zum neuen Album von der Pechkeule getroffen wird? Oder besser gesagt, was tut eine Band, die um 2 Uhr an einem bestimmten Tag ins Studio in Hamburg fährt, um dort mit den Aufnahmen zum neuen Album zu beginnen, um dann festzustellen, dass das besagte Studio gerade abgebrannt ist? Sie sucht sich ein neues Studio, legt noch mehr Wut und Kraft in das neue Album und betitelt es „At Two O`Clock“. Die Rede ist natürlich von Adjudgement und ihrem neuen Album, erschienen bei PCS Records
Es scheint so, wenn man die Platte hört, dass sich die Hannoveraner wirklich nicht haben beeinflussen lassen, von diesem Ereignis, zumindest nicht auf negative Art und Weise. Im Gegenteil, Adjudgement klingen auf ihrer neuen CD besser denn je, straighter und kraftvoller. Ein wirklich gutes Stück Hardcore hauen Adjudgement da mit „At Two O´Clock“ heraus, welches verdammt ehrlich ist und einfach gefällt. Musikalisch verbinden die Hannoveraner geschickt die Vorzüge von Oldschool und Newschool Hardcore und lassen sich so kaum in eine Schublade drängen, wodurch sie noch mehr an Wert gewinnen.
Adjudgement sind einfach eine tolle Band, was sie auf dieser unter doch schwierigen Umständen entstanden hervorragenden Platte erneut unter Beweis stellen.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Hannibal/www.southspace.com
Nach einem Ausflug zum italienischen Vacationhouse-Label haben sich Adjudgement mit PCS eine neue Labelheimat gesucht und veröffentlichen über die Leipziger Tonträgerschmiede ihr neues Wert "At Two O' Clock".
Die altgedienten Hardcorerrecken (man feiert in diesen Tagen das 10jährige) lassen sich nicht lumpen und liefern auf dieses Mal wieder das volle Brett an modernem Hardcore ab. Den Ausdruck "new school hardcore" scheint man ja in unseren Zeiten nicht mehr richtig zu kennen und doch stehen Adjudgement für mich in genau dieser Tradition:
Geschriene Lyrics, der Trend zum Metalbrett nach wie vor unverkennbar, aber auch noch reichlich traditionelle Hardcorelemente sind auch weiterhin die Basis für das furiose Aufspielen der Hannoveraner.
Textlich wie immer sehr engagiert, es weden wieder zahlreiche Mißstände unserer Gegenwartskultur aufgegriffen und mit Macht und Wut dem Publikum entgegengeschmettert.
Musikalisch stellt dieses Album die konsequente Weiterentwicklung seit den letzten Releases dar und warum sollte man auch ein altbewährtes Rezept ändern, wenns bisher geschmeckt hat ? Verfeinert hat man so einiges und auch die Produktion ist ein ziemlicher Hammer. Da war wohl jeder Regler am richtigen Fleck und so hat man ein mächtiges Hardcorewerk gezaubert, das in dieser Musiksparte wieder ein Meilenstein sein sollte.
Fazit: Adjudgement dürften mit diesem Album der Hardcoregemeinde wieder neuen Schwung verleihen.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Prinz
Zum zehnjährigen Jubiläum präsentiert das Hardcore-Quintett seinen dritten Longplayer. Im Gegegnsatz zu ihren wechselnden Labeln sind sich Adjudgement musiklaisch treu geblieben. 13 druckvolle Songs mit schweren Riffs und ein angry Shouter beweisen: Das hier ist astreiner Hardcore – in Topform.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Pom/www.mkhc.de
Zum zehnjährigen Bandjubiläum kommt das dritte Album. "Adjudgement" sind schon lange nicht mehr dem einfachen Old School zuzuordnen und haben erneut eine erkennbare Weiterentwicklung hingelegt, die sie weiterhin mehr in Richtung New School rückt. Die Band selbst beschreibt ihren Stil als "No School Hardcore mit Herz und Botschaft" und das trifft den Nagel wohl auch auf den Kopf. Gerade im Moment kotzt mich die Trendreiterei in der Szene wieder verdammt an und es nervt echt zu sehen, wie Bands gehypt werden, die mit HC rein gar nichts zu tun haben oder nur oberflächlich eine gewisse Attitüde an den Tag legen und letztendlich unsere Szene und unsere Arbeit nur für ihre Zwecke ausnutzen. Da ist es wirklich erfrischend zu sehen, wie sich eine Band fernab aller Trends und ohne großen Hype all die Jahre durchgekämpft hat und immer noch nicht müde wird, ihr Verständnis von HC weiter zu vermitteln. Die Texte sind anspruchsvoll und handeln von so unterschiedlichen Themen wie Kindesmissbrauch, dem nicht aus den Gedanken zu verlierenden täglichen Krieg, medialer Steuerung und deren Auswirkung oder auch der innerlich rivalisierenden Hardcoreszene.
Zu den dreizehn neuen Stücken gehört ein äußerst ruhiger Instrumental-Track sowie zwei Cover-Songs: "Safe" von "Pierce Your Dog" sowie "Just Another Victim", was damals eine Kollaboration von "Helmet" und "House Of Pain" war. Beide sind für eine HC-Band recht eigenwillig. Aber gerade "Just Another Victim" noch einmal zu hören war irgendwie cool. Auf den Soundtrack von "Judgement Night" sind wir vor knapp zehn Jahren doch schließlich alle noch abgefahren, oder? Der Titel des Albums kommt übrigens daher, dass die Band die Songs um punkt zwei Uhr nachmittags im "Rekorder Studio" in Hamburg aufnehmen sollte, welches dann aber kurz vorher ausgebrannt ist.
REVIEW "At two o'clock" CD - 10/2003 - Nebia/www.punkforfun.it
Foto asettiche di metropolitana desolata con una luce gialla al neon che sembra disinfettare dolorosamente gli occhi, solo il nero delimita con contorni netti le cose altrimenti indefinite. Grafica azzeccata. Le chitarre sono insensibili, fredde, accecanti, i ritmi semplici ed efficaci e la voce ultraurlata induce a chiedere una pietà che non verrà concessa. Gli Adjudgement spaccano, o, almeno, per la prima parte del disco, ma che da “safe” in poi convincono meno. L’hardcore di questi ragazzi di Hannover si pone più verso la nuova che verso la vecchia scuola, autodefinendosi “no school hardcore” si posizionano effettivamente tra gli Snapcase e i nostrani Kafka lasciando spazio anche ad influenze new-metal ma al contrario di questi 2 gruppi i teutonici mancano di particolari cambiamenti di tempo e ritmo, e anche di particolari melodie. Le canzoni hanno infatti strutture sempre molto semplici che si riducono a volte a strofe e a ritornello. I pezzi migliori risultano essere quindi quelli più corti e veloci, i pezzi insomma che non lasciano il tempo di diventare ripetitivi nei riff, così sono mazzate “The abituary of happyness” e “Pomposus ass” ed è una rasoiata assurda “Scream inwards” di soli 57 secondi, mentre “Safe” (cover dei Pierce your dog) che dura 6 minuti e 30 secondi interminabili, e “Fairytale” risultano alquanto noiose, per non parlare di “Just another victim” (cover degli Helmet/House of pain con guest vocals di MC Heidewitzka) che ripete un numero indicibile di volte un riff di 3 accordi (più il ritornello) e che verso metà si trasforma in una canzone hip-hop (ma il riff rimane lo stesso rallentato) e fa finire in modo a mio parere, fiacco il disco. Complessivamente si nota un miglioramento rispetto al precedente “Information fallen to rock bottom” uscito su Vocation house ma certo, se invece di produrre 72 minuti di musica in 2 anni con due dischi ne avessero prodotti di meno con una maggiore selezione delle canzoni scartando quelle sottotono, il mio giudizio sarebbe molto migliore, certo è che se hanno una buona scelta dei pezzi dal vivo, data l’esperienza decennale alle spalle, un loro concerto non può che lasciare il segno [nei timpani]. Consigliato agli hardcorers new-school che cercano il contrario della melodia. Voto:7-/10
REVIEW "At two o'clock" CD - 09/03 - Lauri/www.roterfaden.org
ADJUDGEMENT aus dem Raum Hannover legen mit “At Two O`Clock“ ihr neues Album vor, welches, nachdem man einen Ausflug über Italien` s Vacation House Label nahm, auf dem Leipziger Label PCS Records erscheint. Und, ADJUDGEMENT feiern mit „At Two O`Clock” ihr zehnjähriges bestehen, womit die Band sich getrost zu einer der am längsten existierenden Hardcorebands aus Dland zählen darf.
Musikalisch machen ADJUDGEMENT, auch nach zehn Jahren, kaum etwas falsch. Vom reinen Old School haben sich die fünf etwas abgekehrt, was sich auch schon auf dem Vorgängeralbum „Information Fallen To The Rock Bottom“ zeigte. „At Two O`Clock“ bietet Hardcore, der Laune macht und eine Mischung aus frühen VISION- Tagen und SNAPCASE erinnert. Denn, auch wenn ADJUDGEMENT keinen reinen Old School machen, eine Old School Harke holen sich dennoch immer wieder vor. Dazu kommen langsamere Parts, welche an Bands wie eben SNAPCASE auf rau gedreht erinnern. Die Produktion kommt ziemlich rough und passt sich somit ziemlich gut in das Gesamtbild des Sounds ein. Denn wäre „At Two O`Clock” sauber produziert, würde der Wumms schwinden. Und den Wumms haben ADJUDGEMENT ganz gut drauf. Die 13 Songs bieten wenige Ausrutscher und treten ganz beschaulich Hintern. Fazit: ADJUDGEMENT klingen anno 2003 auch nach einem Schwung Energie, gepaart mit Sinn für Spielwitz und Wumms im Hardcore- Soundgewand. Gutes Album.
REVIEW "At two o'clock" CD - 09/03 - Timo/www.in-your-face.de
Um zwei Uhr nachmittags sollten ADJUDGEMENT im Studio anrücken, um ihren neuen Longplayer einzuspielen. Kurz vorher brannte dieses Studio aber aus, was dann zur Namensgebung des Albums "At Two O'Clock" führte. Mit dieser Veröffentlichung feiern ADJUDGEMENT auch gleichzeitig ihr 10-jähriges Bestehen und damit zählen sie zu den ältesten Hardcore-Bands in Deutschland.
Los geht's mit dem Song "The Obituary of Happiness", der mich von der instrumentalen Seite ein wenig an Within Reach erinnert. Die Gitarren sind tief gestimmt und fressen sich bösartig ins Ohr. Die Snare hat einen ziemlich fiesen blechernen Sound und erinnert ein wenig an Thrash-Bands der späten 80er. Der Schreigesang will aber nicht recht zu diesem düsteren Eindruck passen; hier wäre eine tiefe Stimme wahrscheinlich passender gewesen.
Danach gibt es aber wieder jede Menge Hardcore-typische Songs, bei denen dann alles gut ins Gesamtbild passt bis die CD nach knapp 34 Minuten und insgesamt 13 Tracks durchgelaufen ist. Der letze Song "Just Another Victim" ist eine Coverversion des Klassikers von Helmet und House of Pain, die aber leider das Original nicht mal ansatzweise erreicht.
Auf "At Two O'Clock" wird grundsolider Hardcore geboten. Leider wirkt der Gesang an einigen Stellen relativ einfallslos und auch ansonsten darf man hier keine großen Innovationen erwarten. Fans von ADJUDGEMENT dürften mit diesem Output aber nichts verkehrt machen. (3/6)