Review "zero one" cd - timo/in-your-face.de
Die Band KAYLA besteht seit Anfang 2000 und legt mit "Zero One" die erste Veröffentlichung via PCS Records vor. Die Musikrichtung, die die fünf Jungs anstreben, siedelt sich irgendwo zwischen Metal und Hatecore an und klingt stellenweise extrem böse. Da kann man es schon mal mit der Angst zu tun bekommen, wenn Sänger Olli seine Stimme erhebt und aus den tiefen seiner Seele Textzeile um Textzeile zu uns rüberbrüllt.
Die Gitarrenfraktion bei KAYLA schafft es zeitweise, aus dem Standardmetal heraus zu stechen und überrascht durch gelungene Riffkombinationen. Allerdings gelingt dies nicht immer und stellenweise driftet man doch sehr stark in Metal-Klischees ab. Wilde Gitarrensoli sucht man aber zum Glück vergeblich!
Insgesamt ist "Zero One" ein guter Anfang, allerdings fehlt mir bei den Songs immer ein bißchen die Innovation, die man z.B. bei Botch oder Dillinger Escape Plan massenweise findet. Ich hätte es mir ein bißchen durchgeknallter und experimentierfreudiger gewünscht. Das und Song Nummer Fünf "Here We Stay", bei dem der Frauengesang nun wirklich gar nicht passen will, lässt "Zero One" nicht über das Mittelfeld hinaus kommen!
Review "zero one" cd - DaNi/www.stagedive.net
Kayla stammen aus dem Osten Deutschlands und haben ihren Namen von einem sechsjährigen Mädchen aus Montreal, das 1993 von einem gleichaltrigen Jungen erschossen wurde. Wie tragisch.
Die Band gibt es nun seit 1999 und mit „Zero One“ veröffentlichten sie nun ihre erste CD. Und diese CD hatte es bei mir schwer. Bin zugegebenermassen kein allzu grosser Emo Freund, aber auch da gibt es Ausnahmen. Kayla ist keine. Ihre Musik ist zwar durchaus anspruchsvoll, hat alles, von ruhigen Melodien mit cleanen Gesangspassagen über Metalriffs bis zu Moshparts, dazwischen lassen die Musiker ihre Experimentierfreudigkeit aber immer wieder zu weit ausufern. Dadurch wirkt die Scheibe auch nach mehrmaligem Durchhören überhaupt nicht kompakt. Dazu kommt, dass der Sänger sein Englisch mit erkennbarem deutschem Akzent spricht, was auch nicht unbedingt mein Fall ist. Ich hätte diese Band gerne gelobt, ihrer Einstellung wegen. Inhaltlich gibt’s mit der Thematik von Animal-rights bis Faschismusbekämpfung nämlich nichts zu meckern. Das zweifellos vorhandene musikalische Talent sollte jedoch besser auf den Punkt gebracht werden.
Review "zero one" cd - Matze/www.wasteofmind.de
Deutsche Gruppen, mit deutschen Texten, da mag man zuerst an Punk oder Hip Hop denken, allenfalls vielleicht noch an Schlager. Hardcorebands aber mit deutschen Texten und dazu noch guten, das ist eher die Ausnahme. Meistens klingt es dann doch eher stumpf oder sehr prollig. Ausnahmen hierzulande bilden da sicher Aclys oder Narziß. Das mag einfach damit zusammenhängen, dass es nun mal sehr schwierig ist, die doch meist sehr anspruchsvollen Texte über die Thematik "Hardcore" im weit definiertesten Sinne in einer so komplizierten Sprache wie der deutschen zu verpacken.
Kayla jedenfalls probieren sich ebenfalls auf diesem Weg, obwohl das nicht ganz korrekt ist. Denn auf dem hier mir vorliegenden Debüt der 5 Jungs aus der Leipziger Gegend, handelt es sich um einem Mix: 6 Songs, von denen 2 in deutsch gesungen werden und der Rest in Englisch. Sie wissen durchaus zu überzeugen, mit ihrem teilweise sehr dynamisch schnellen Hardcore, der an der einen oder anderen Stelle dann auch mal ein Break einbaut. Störend allenfalls wirkt der manchmal etwas noisige Gesang, ich denke, hier besteht noch Optimierungsbedarf. Es ist keine Platte, die sich gleich beim ersten Mal einem erschließt, es braucht schon einige Anläufe, aber die Mühe sollte man sich machen, denn musikalisch hat die Platte einiges zu bieten, mir hat sie jedenfalls mit jedem Mal besser gefallen. Es steckt viel Potenzial in der Band, bleibt abzuwarten, was sie daraus machen.
Matze (Wertung: 73%)
Review "zero one" CD - 2003-02-03 - Andrade/www.truesidemusic.de
The release ‚zero one’ of KAYLA from Germany which is released on PCS RECORDS is really great. Heavy new school hardcore parts turning into nice punkrock and old school hardcorepunk. The hoarse shouting vocals of the singer Thomas are really strong and lends their music an own mark. Espacially the excellent femal vocals in ‘here we stay’ are a welcome and a surprising variety on this piece which is also without the femal vocals full of alternations. The lyrics are partly in german what I like particularly because it’s more difficult to scream in german than in english. The sound on ‘zero one’ is ultra heavy and lends this release so much pressure. 6 songs of heavy new school hardcore combined with hardcorepunk’n’roll! Well done!